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Angefallene Mehrwertsteuer und fiktive Nettoreparaturkosten nicht kombinierbar

Bei fiktiver Schadensberechnung auf Gutachterbasis ist die Hinzurechnung der angefallenen Umsatzsteuer tatsächlich durchgeführter Arbeiten nur bis zur Grenze der real angefallenen Bruttoreparaturkosten anrechenbar.

Der BGH hat mit Urteil vom 03.12.2013 entschieden, dass ein Geschädigter, der sein Fahrzeug günstiger als von einem Sachverständigen in dessen Gutachten berechnet, hat reparieren lassen, nicht zum einen den Schaden fiktiv unter Zugrundelegung der Nettoreparaturkosten des Sachverständigengutachtens berechnen und zum anderen die für die tatsächlich durchgeführte Reparatur angefallene Mehrwertsteuer auf diese Nettoreparaturkosten „draufpacken“ kann. Ausnahmen sind nur für die Fälle denkbar, in denen sich der Geschädigte mit einer Eigen-, Billig-, oder Teilreparatur begnügt. Im vorliegenden Fall hatte der Geschädigte sein Fahrzeug voll umfänglich in dem im vom Gutachter vorgesehenen Rahmen fachgerecht reparieren lassen.