Navigation überspringen

Umgangsrecht

Hauptleittragende einer Trennung sind zumeist die gemeinsamen minderjährigen Kinder. Insbesondere im Rahmen hoch emotionaler belasteter Trennungen fällt es den Ehepartnern oft schwer, Eltern- und Paarebene zu trennen und den Umgang des nicht betreuenden Elternteils mit den Kindern in deren Sinne und deren Bedürfnissen entsprechend zu gestalten.

Gerade hier ist es wichtig, schnell möglichst tragfähige Umgangsvereinbarungen zu erarbeiten und notfalls auch durchzusetzen. Es ist mir ein Anliegen, zumal ich selbst Mutter bin, Sie hier zu unterstützen.

Häufig gestellte Fragen

Wie ist der Umgang zu regeln?

Trennen sich die Eltern, steht demjenigen Elternteil, bei dem das Kind nicht lebt, ein Umgangsrecht zu.

Wie das Umgangsrecht konkret ausgestaltet wird, hängt von den zeitigen Möglichkeiten des Umgangsberechtigten und den Bedürfnissen des Kindes ab.

In der Regel wird zu mindestens ein 14-tägiger Wochenendumgang gewährt.

Ist das Kind oder sind die Kinder noch sehr klein, so kann auch ein häufiger aber zeitlich kürzerer Umgang sinnvoll sein. Ebenso kann es auch den Bedürfnissen des Kindes entsprechen, den anderen Elternteil öfter als nur im 14-tägigen Abstand zu sehen.

Wichtig ist, dass beide Elternteile hier das Wohl ihres Kindes / ihrer Kinder im Fokus behalten und Ihre persönlichen Differenzen bei der Regelung außen vor lassen.

Was kann ich tun, wenn mir kein Umgang gewährt wird?

Verweigert der andere Elternteil Ihnen den Umgang mit dem gemeinsamen Kind / den gemeinsamen Kindern, so wenden Sie sich bitte sofort an das zuständige Jugendamt und bitten dort um Hilfe. Gelingt es auch dem Jugendamt nicht, den anderen Elternteil zu Umgangsgewährleistung zu veranlassen, so nehmen Sie bitte schnellstmöglich anwaltliche Hilfe in Anspruch. Ihr Anwalt wird den Umgang dann gerichtlich regeln lassen.

Maßgeblich für die gerichtliche Umgangsregelung ist das Wohl Ihres Kindes. Der Familienrichter wird entweder das Kind selbst anhören und / oder für das Kind einen sogenannten Verfahrensbeistand bestellen, das ist eine Person, die ausschließlich die Interessen des Kindes vertritt.

Was ist begleiteter Umgang?

Begleiteter Umgang bedeutet, dass der Umgang in Anwesenheit einer dritten neutralen Person, oftmals einem Mitarbeiter / einer Mitarbeiterin des Jugendamtes stattfindet.

Ein solcher begleiteter Umgang wird oftmals vom Gericht angeordnet, wenn das Kind lange keinen Kontakt zum anderen Elternteil hatte und so der Aufbau des Kontaktes erleichtert werden soll, oder, wenn nach den Feststellungen des Gerichts begründete Anhaltspunkte für eine mögliche von dem umgangsberechtigten ausgehende Kindeswohlgefährdung vorliegen. Dann soll durch die Begleitung einer dritten Person eine mögliche Gefährdung des Kindes ausgeschlossen werden. Gleichzeitig soll der Umgangsberechtigte mithilfe dieser dritten Person möglichst in absehbarer Zeit in die Lage versetzt werden, alleine einem dem Kindeswohl entsprechenden Umgang mit dem Kind zu pflegen.