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Online-Scheidung: unkompliziert und einvernehmlich die Ehe auflösen

Der Begriff der Online-Scheidung führt häufig zur Verwirrung und bedarf daher einer genaueren Erklärung. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass die Auflösung der Ehe selbst vor Gericht und in Anwesenheit der Eheleute stattfindet. Lediglich die Korrespondenz mit mir und die Übersendung der benötigten Unterlagen spielen sich online ab. Nutzen Sie die Vorteile und ersparen Sie sich die Suche nach einem geeigneten Rechtsanwalt, die Wartezeit auf einen Termin und den Weg zur Anwaltskanzlei.

Eine Online-Scheidung ist aber nur dann sinnvoll, wenn Sie wichtige Entscheidungen wie beispielsweise Unterhalt, Sorgerecht oder Haushaltsteilung mit Ihrem Ehepartner im Vorfeld geregelt haben. So muss am Ende nur noch die einvernehmliche Eheauflösung durchgeführt werden und gegebenenfalls ein Versorgungsausgleich stattfinden. Wenn Sie darüber hinaus stark in Ihren Beruf eingespannt sind und ohnehin viel Zeit vor dem Rechner verbringen, dann ist die Online-Scheidung für Sie der richtige Weg. Er erspart Ihnen Zeit und ermöglicht Ihnen persönlichen Kontakt mit mir über das Telefon oder auch via Skype.


Vorteile der Online-Scheidung: schnell und kostengünstig

Durch die virtuelle Konsultation entfallen bei der Online-Scheidung sämtliche Unkosten wie Fahrtkosten oder Parkgebühren. Die einzige Ausnahme sind die Kosten anlässlich des Scheidungstermins. Zudem werden von mir nur die gesetzlichen Mindestgebühren geltend gemacht. Somit ist dieses Verfahren auch die kostengünstigste Möglichkeit, eine gescheiterte Ehe auflösen zu lassen.

Der Ablauf einer Online-Scheidung sieht wie folgt aus: Im ersten Schritt füllen Sie das Scheidungsformular aus und teilen mir alle wichtigen Daten mit. Nach Eingang Ihrer Auskünfte werde ich Ihnen die sich daraus ergebenden Aufwandskosten mitteilen. Die Gerichtsgebühren müssen von Ihnen als Antragsteller erst einmal vollumfänglich gezahlt werden, damit der Scheidungsantrag zugestellt werden kann.

Nach Abschluss des Verfahrens bekommen Sie die Hälfte der Gebühren zurückerstattet, da die Kosten des Scheidungsverfahrens immer gegeneinander aufgehoben werden. Jeder Ehepartner zahlt seinen Anwalt selbst und die Hälfte der Gerichtskosten.

Bei einer einvernehmlichen Scheidung muss grundsätzlich nur der Antragsteller anwaltlich vertreten werden. Als solcher sind Sie dann auch verpflichtet, meine Kosten zu übernehmen. Es steht Ihnen jedoch selbstverständlich frei, intern mit Ihrem Ehepartner die Teilung dieser Kosten zu vereinbaren.

Häufig gestellte Fragen

Was bedeutet "Online-Scheidung" oder "Scheidung online"?

Der Begriff ist erst einmal irreführend. „Online-Scheidung“ oder „Scheidung online“ bedeutet lediglich, dass der Austausch von Informationen und Unterlagen zwischen mir als Ihrer Anwältin und Ihnen bequem über das Internet, per Mail, Fax oder Post unabhängig von den Bürozeiten erfolgt und Sie mich jederzeit mit der Durchführung Ihres Scheidungsverfahrens beauftragen können. Sie füllen einfach das Scheidungsformular auf meiner Webseite aus, schicken mir die ebenfalls auf der Webseite zum Download bereitgestellte Vollmacht unterschrieben zurück und ich fertige dann Ihren Scheidungsantrag und reiche diesen bei Gericht ein. Dabei bin ich stets für Sie erreichbar, berate Sie auch via Zoom, wenn das gewünscht ist, schicke Ihnen alles Wichtige per Post zu und kontrolliere die Einhaltung aller Fristen.

Zum Scheidungstermin selbst müssen Sie und ich jedoch bei Gericht persönlich erscheinen. Dies wird sich voraussichtlich in den nächsten Jahren ändern, da im Zuge der Corona-Pandemie viele Gerichte bereits die Durchführung von Gerichtsverfahren per Videokonferenz getestet haben.

Ist die Online-Scheidung günstiger und wenn ja: warum?

Die Online-Scheidung ist meist günstiger, da es sich in der Regel um eine einvernehmliche Scheidung handelt und nur ein Ehepartner – nämlich der den Scheidungsantrag stellt – anwaltlich vertreten sein muss. Es werden also die Kosten eines Anwalts gespart und es kann auch ein Antrag auf Streitwertreduzierung gestellt werden, dadurch können weitere Kosten gespart werden.

Kann ich auch einen auswärtigen Anwalt mit meiner Scheidung beauftragen?

Ja, aufgrund meiner Zulassung darf ich Mandanten an allen Amtsgerichten, Landgerichten und Oberlandesgerichten in Deutschland vertreten.

Welche Kosten fallen bei einer Scheidung an?

Die Kosten für eine Scheidung richten sich nach dem sogenannten Streitwert. Dieser Binde misst sich widerrum nach Ihren Einkommensverhältnissen.

Den endgültigen Streitwert oder Gegenstandswert setzt das Gericht und nicht der Rechtsanwalt fest. Er berechnet sich nach dem dreifachen Monatsnettoeinkommen beider Ehepartner.

Hier ein Beispiel:
Der Ehemann verfügt über ein Einkommen von 3000,00 € netto, die Ehefrau über ein Nettoeinkommen in Höhe von 800,00 €. Der sechsjährige Sohn lebt seit der Trennung bei der Ehefrau. Der Streitwert beträgt: 3000,00 € + 800,00 € = 3800,00 € x 3 = 11.400,00 €.

Hiervon kann auf meinen Antrag hin der Kinderfreibetrag mit 250,00 € und, wenn das Gericht meinem Antrag auf Streitwertreduzierung folgt, 1/4 abgezogen, sodass noch ein Streitwert in Höhe von 8.362,50€ verbleibt.
Wird der Versorgungsausgleich, d. h. der Ausgleich der Rentenanwartschaften, durchgeführt, dann addiert sich noch ein Zehntel dieses Wertes pro Rentenanwartschaft hinzu. Sind beide Eheleute lediglich in der gesetzlichen Rentenversicherung versichert, so sind dies 2 x 836,25 €. Der Streitwert beläuft sich dann insgesamt auf 10.035,00 €.

Daraus errechnen sich folgende Gebühren:
Anwaltsgebühren: 2.005,15 €
Gerichtskosten: 590,00 €
Gesamtkosten: 2.595,15 €

Bei einer streitigen Scheidung, wenn beide Ehegatten einen Anwalt beauftragen, fallen die Anwaltsgebühren doppelt an.

Kann ich mich auch scheiden lassen, wenn ich kein Geld habe?

Wenn Sie nur über geringe Einkünfte verfügen und / oder hohe Schulden haben, oder aber von ALG II leben, werde ich für Sie Verfahrenskostenhilfe beantragen. Dann übernimmt der Staat die Kosten des Scheidungsverfahrens und meine Kosten und die Scheidung ist für Sie kostenlos. Rufen Sie mich einfach an oder schreiben Sie mir eine E-Mail, wenn Sie zu diesem Thema Fragen haben. Ein Antragsformular für Verfahrenskosten finden Sie auch auf meiner Webseite.

Wie lange dauert eine Online-Scheidung?

Die Verfahrensdauer hängt maßgeblich davon ab, wie schnell die Rentenversicherungen Ihre auf die Ehezeit bezogenen Rentenanwartschaften ermitteln, damit das Gericht dann den Versorgungsausgleich durchführen kann. Wenn Sie und ihr Ehepartner schnell und vollständig die notwendigen Auskünfte erteilen (hierzu werden Ihnen Fragebögen zugesandt), dann können Sie in der Regel damit rechnen, dass die Scheidung ca. ein halbes Jahr nach Einreichung des Scheidungsantrages erfolgt. Dies ist jedoch nur ein unverbindlicher Richtwert, da es zudem darauf ankommt, wie schnell der zuständige Richter terminiert und auch Ferienzeiten zur Verlängerung der Dauer des Scheidungsverfahrens führen können.

Ist der Versorgungsausgleich nicht durchzuführen, beispielsweise weil Sie diesen in einem Ehevertrag ausgeschlossen haben, wird die Scheidung in der Regel deutlich schneller erfolgen.

Wann muss ich meinen Anwalt bezahlen?

Sobald mir Ihre Daten vorliegen, fertige ich schnell und sorgfältig Ihren Scheidungsantrag. Sie erhalten den Entwurf des Scheidungsantrags dann zusammen mit einer Vorschussrechnung zugesandt. Diese Rechnung beinhaltet die bei der Einreichung des Scheidungsantrages anfallenden Gerichtskosten und meine Kosten für die Erstellung des Scheidungsantrages. Es handelt sich um die sogenannte Verfahrensgebühr, die gut die Hälfte der bei mir insgesamt entstehenden Gebühren ausmacht. Gerne können wir aber auch eine Ratenzahlung vereinbaren. Sprechen Sie mich einfach hierauf an.

Welches Gericht ist für die (Online-)Scheidung zuständig?

Die örtliche Zuständigkeit des Gerichtes richtet sich nach § 122 FamFG. Es gibt eine Rangfolge:

  1. Wenn gemeinsame Kinder vorhanden sind, ist das Gericht zuständig, in dessen Bezirk der Ehegatte mit Kindern lebt.
  2. Sind keine gemeinsamen Kinder vorhanden, dann ist das Gericht zuständig, dessen Bezirk die Eheleute zuletzt zusammengelebt haben, wenn ein Ehegatte bei Stellung des Scheidungsantrages noch dort wohnt.
  3. Leben beide Ehegatten nicht mehr im Bezirk der ehemals ehegemeinsamen Wohnung, so ist das Gericht zuständig, an dem der Ehegatte wohnt, der den Scheidungsantrag vom anderen Ehegatten erhält.
  4. Haben beide Ehegatten keinen Wohnsitz in Deutschland, so ist das Amtsgericht Berlin-Schöneberg zuständig.

Möchten Sie die schnelle und kostengünstige Möglichkeit der Online-Scheidung nutzen?

Schicken Sie mir einfach und unverbindlich eine E-Mail mit Ihrer Telefonnummer und ich melde mich bei Ihnen. Für dieses erste Informationsgespräch entstehen Ihnen keine Kosten.